Huch, ich hab …

… was ganz Schlimmes getan! Und das als Stärke entdeckt.

Ein Leitfaden zum gesunden Poly-Leben

Über Trauma und Ohnmacht, über sich selbst am Schopf aus dem Sumpf ziehen (ich empfehle: Hilfe dabei! Zum Thema Lust, Liebe, Partnerschaft: Trau-dich-Training, das geht auch in die Tiefe), über ach so viel.

Schwächen zu Stärken machen

Huch, ich hab gestalkt
oder: Ein Leitfaden zum gesunden Poly-Leben

Es ist mein Geburtstag, der Tag, an dem ich das hier schreibe. Zufall. Oder auch nicht. Oder doch, oder oder, halb-halb, Viertel-Achtel. So viele Aspekte, zu allem hier. Und die jeweils zu halten: ___ macht wortlos. Es gäbe so viel zu sagen, und doch nichts; alles klar. Halb klar. Achtel, Viertel, drei Viertel, und wie das sortieren? Wie einen Faden hier legen, der anderen nützt?

Ich höre Musik in Dauerschlaufe, per Kopfhörer, Welt ausschließen. Oder: mich einschließen. Rein in den Raum eines Songs, bisschen Text, nicht zu viel, bisschen mitsingen, mitsummen, immer mal wieder. Mitsingen, mitsummen: erprobtes Mittel. Gegen Panik. Weil: Sicherheit; ich weiß, was da kommt – und zwar dieser Song wieder; summ-summ, und ich bin nicht vollkommen erstarrt. Anzeichen von Panik: Erstarrung. Nichts, aber auch gar nichts tun können. Außer dann vielleicht doch mal ein bisschen summen. Bisschen singen. Bewegen. Irgendwas, verdammt! Und wenn’s nur der Kehlkopf ist, Stimmbänder, Lippen, Mund. Dann vielleicht auch mehr. Mich bewegen können wieder: raus aus der Panik, aus der Starre. Weg, weiter.

Vertrautes in Dauerschleife

Panik, Starre, Schleife. Ganz so dramatisch wollte ich eigentlich nicht anfangen, aber egal. Ist jetzt so. Vertrautes in Dauerschleife. So wie der Song hier gerade. Anders aber: nicht selbst gewählt. Zum Selbst-wählen-Können kommen: Gold wert! Vielleicht ein paar Anreize dafür hier im Text, hoff ich: Wie starten mit dem Doch-selbst-Wählen, wenn alles knallt. Wenn in Panik, in Schock, abwechselnd auch noch? Wenn in Starre, in Schlaufe gefangen, Trauma aufgebrochen, so fett, dass du Menschen brauchst, die dich in Badewannen stecken, damit du dich überhaupt wieder spürst, deinen Körper, im Hier und Jetzt? Wieder ankommst, heute, hier, jetzt, statt zu hängen in Schleife, in oh-so-fiesen Emotionen von lange her, Kindheit und so?

Badewanne! Das auf jeden Fall ein Notrettungs-Tipp! Leg dich da rein, heißes Wasser. Temperatur, und da ist was an dir, deinem Körper, das nicht verletzt, das du spürst. Wasser, Wellen, Wärme; etwas, das dich umhüllt, überall. Geh rein, spür das. Und bleib so lang drin, wie du brauchst. Länger noch. Noch länger. Noch viel viel länger. Nicht nur schnell nutzen, um gerade so wieder zu funktionieren und dann weiter zu machen, sofort zurück in die Schleife. Und hah! Schlaue Worte. Oder vielleicht auch einfach Wissen, dass dir dann einfällt, wenn’s so weit ist, benötigt wird, passt.

Passendes Wissen. Ein Buffet.

Ich jedenfalls hätte mir gewünscht, ich hätte das mit der Wanne und das mit dem Summen viel viel früher gewusst. Ob ich’s dann angewandt hätte? Wer weiß. Vielleicht, vielleicht auch nicht. Aber ich hätte die Option gehabt. Einfach dadurch, dass ich Wissen hab. Und das hier, der Artikel: Optionen geben, Wissen bieten. Bedien dich, nimm, was dir passt, schmeiß weg, was nicht. „Leitfaden“ hab ich im Titel geschrieben. Leitfäden sind dazu da, sie anzugucken, zu sortieren, dich zu bedienen. Einen Faden zu greifen, andere nicht. Auszuprobieren, selbst zu entscheiden: gut? Schlecht? Neutral? Macht was, macht nichts? Optionen eben. Ein Buffet. Nimm, was dir schmeckt.

Zurück zum Wasser noch mal kurz, zur Wanne, was dahinter steckt: da ist etwas, das du fühlen kannst. Und auch regulieren. Kälter, wärmer, Strahl, kein Strahl, Wasserspiegel… Du hast wieder was unter Kontrolle, wenn du komplett die Kontrolle verlierst. Und anfassen geht auch! Die Wände der Wanne. Wände überhaupt! Wände sind geil, und Wände gibt’s überall. Dich da randrücken, dich anlehnen. Halt suchen und finden, dich spüren. Körperlichkeit; zurück in den Körper. Dich dagegen pressen. Arm, Rücken, Schulter. Türrahmen greifen. Hallo, hier bin ich. Hier! Hier! Hier, verdammt, nicht da da da damals.

Körperlichkeit als Weg raus

Das als Erstes eben, Mittel Nummer Eins um dich wieder zu finden, wenn’s knallt. Körper. Dich anfassen, dich selbst umarmen. Dieses Mittel auch außerhalb deiner selbst nutzen: Freund*innen-Umarmungen sind richtig viel wert! Also: Für Freund*innen sorgen, mehrere, weil nicht jede*r kann immer, und da bin ich doch schon beim Thema „poly“ angelangt. Viele Bedürfnisse, viel Intensität, viel Trauma auch vielleicht, viel Hilfe und Unterstützung benötigt gerade – das braucht auch viele Hände, viele Gegenüber, auf die du verteilen kannst. Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen – und eine Poly-Gemeinschaft, um eine*n Erwachsenen aufzufangen, die*der gerade wieder in Kindheitstrauma gefangen ist. Neuschreibung eines alten Spruchs. Sorg für ein Dorf! Dein Poly-Dorf.

Dich von Vielen dann auch feiern lassen können. Es geht ja nicht immer nur um auffangen, um füreinander da sein in Krisen, sondern auch um Lust, Freude, Freundschaft. Gehört Freundschaft für dich dazu? Sollen deine Poly-Leute auch freundschaftlich da sein für dich? Wer davon? Wann, wie? Und können sie das, wollen sie das? Weißt du das? Weißt du, was deine Dorfbewohner*innen so können und wollen? Wie findest du es heraus? Durch vorher absprechen? Funktioniert bei mir persönlich nicht so gut; ich bin kein Fan von Verträgen, an die mensch sich dann halten muss. Sondern Fan von sich zeigen, verletzlich auch, und Fan von klar sagen können: Das will ich, das brauch ich, machst du das für mich, bist du da, hast du Lust? Jetzt?

Lust und Leid

Sagen lernen, was ich will und was nicht – das hat gedauert. Jetzt kann ich das. Und ich hab es auf zwei Arten gelernt: bei einer Person, bei der ich es null konnte, und bei vielen anderen, bei denen ich es dann doch konnte, so als Kontrast. Tipp: Üb mit Leuten, bei denen es schon ein bisschen klappt, statt dich an denen abzumühen, wo du immer wieder getriggert wirst. Denn getriggert wurde ich, und wie. Wie noch nie zuvor in meinem Leben, oder eher, vielleicht: schon zuvor in meinem Leben, aber damals dissoziiert. Verdrängt – und aber als Muster abgespeichert. Muster: So ist das im Leben, so funktioniert das mit der Liebe.

Liebe für mich (War-Zustand; Ist-Zustand siehe Artikel „Lebensentwurf“): Liebe, so wie ich‘s gelernt habe: da ist eine*r, emotional verbunden – und diese Person ist nicht da. Entzieht sich, ist nicht ansprechbar, außer ab und zu mal urplötzlich doch, und in diesen Sekunden gilt es zuzuschlagen, zu kriegen, zu sagen, was ich will, brauche, denn gleich ist sie wieder weg. Wer weiß wie lange – unvorhersagbar, unkontrollierbar, und doch direkt vor meiner Nase. Verbunden eben, auch physisch da, sichtbar, existent – und wiederum null. Weg. Und sie darf aber nicht weg sein, diese Person, denn diese Person passt auf, dass mir nichts passiert. Ohne diese Person kann ich nicht leben. Wortwörtlich; ich war jung, als ich anfing, mit so einer Person zu leben. Ich allein; ich und mein Vater, nur er und ich – oh je. 10 Jahre lang. Pausenlos aufpassen, dass er mir nicht wegstirbt unter den Fingern, immer wissen, was er so tut, wo, mit wem, wie lange, was als nächstes, was danach, und verdammt, wo ist er jetzt? Da, bewusstlos, umgekippt in der Hofeinfahrt, und er blutet am Kopf, ah, okay, ich muss noch mehr aufpassen, dranbleiben! So war das.

Übersetzung. Übertragung – und wie das überhaupt schnallen

Klingt wie Stalking, oder? Aufpassen, dranbleiben. Nicht aus den Augen lassen; nie. Wissen, verfolgen, hinterherlaufen. Obwohl es schrecklich war. Schrecklich zu sehen, in welchem Zustand mein Vater da war. Und trotzdem: noch mal! Wieder verfolgen. Noch mal. Weiter. Erneut. Dranbleiben eben. Ich an ihm, weil sonst war niemand da. Und ich wollte das alles nicht; aber egal – ich musste. Ich brauchte was, also los, noch mal, ihn finden, ihn greifen, und hör mal: Ich brauch was zu essen, verdammt! Geld für bisschen Gemüse, und wie kocht man das Zeugs eigentlich? Und ’ne Unterschrift unterm Zeugnis brauch ich auch, hast du überhaupt geschnallt, dass schon Schule ist? Ich brauch Stifte, Papier, Hefte, Bücher, ach verdammt, ich brauch so ziemlich alles von dir, ich bin erst 8! 9, 10, 11 … bis 17 ging das, dann starb er doch. Trotz allen Hinterherlaufens und kümmern, auf ihn aufpassen. Ihn greifen. Ihn lieben.

Ihn hassen, das auch. Abhängig sein. Ohnmächtig, überfordert. Wenn ich das jetzt bin, aus anderen Gründen, ist diese Erfahrung angetickt. Wenn ein Gegenüber sich mir entzieht, nicht „da“ ist, ähnlich wie mein Vater damals – dann … oh je. Ohnmächtig, überfordert. Abhängig. Lebensgefahr! Weil Person A mir nicht auf eine Mail antwortet, nicht redet, mir keine Infos gibt – Lebensgefahr! Dann bin ebenso hilflos wie damals, mein System hat gelernt: Oh, verdammt, hier stirbt gleich irgendwer, ich, er; mein Gegenüber. Klingt dramatisch und fühlt sich auch so an, wenn ich in diesem Zustand bin. Schock, Panik, Starre, Wände, Wanne, siehe oben – und doch merkte ich gar nicht, dass ich da überreagierte, als das mit A so abging bei mir. Null. Ich fand das normal, denn so reagiert man eben, wenn eine Person sich entzieht. Keine Infos gibt. Nicht reden will, nicht sagen, was Sache ist. Panik, Schock, Lebensgefahr. Für Person A, für mich.

Huch, ich hab gestalkt!

Also hab ich gestalkt. Oder eher: was Person A als Stalking empfand. So schlimm war ich nicht; so „richtiges“ Stalking geht anders. Aber das ist nicht meine Sache zu entscheiden: wenn Person A ein Anruf im Jahr zu viel ist, wo andere 40 Anrufe pro Wochenende abkriegen – dann ist das Person A’s Sache. Ihr ist es zu viel. Und aber: Sie muss es sagen. Das tat sie nicht, ewig lange nicht, und das hat es verschlimmert. Weil: keine Info! Ich wusste nicht, was war, fragte und fragte, nach einem Gespräch – und jedes Mal brach A den Kontakt ab, kam dann aber wieder von sich aus zurück, sprang wieder rein in mein Leben, plötzlich, unerwartet, ganz kurz nur, war dann wieder weg, ebenso plötzlich, entzog sich… Schon klar: genau das, was mir als Kind passiert war. Da ist jemand, den ich liebe, emotional verbunden bin – und ist doch nicht da. Schlimm. Getriggert. Aufgelebt. Ah, Parallelen.

Ich erzähl das so ausführlich, weil… Ach, um zu zeigen, ganz praktisch, wie das so abläuft mit Übertragung. Wie sich Vergangenheit in Gegenwart spiegeln kann. Wie sich Abgründe auftun, Hintergründe, Sachen um die’s eigentlich geht. Wie man das erkennt, für sich benennt, und damit einen ersten Schritt tut zur Lösung. Und wegen der Scham. Wieso sich schämen für so ein Verhalten? Da rauskommen: Das war enorm. Zu trennen: ja, so war’s, und: verdammt, ich kann doch nichts dafür, dass ich so aufwuchs, und: okay, ich mach das jetzt anders. Aber erst mal sehen müssen eben, was man*frau da so tut. Was man sich kreiert, re-kreiert. Nicht umsonst spricht man in der Psychologie von Re-Inszenierung eines Traumas, immer wieder, so lange, bis es angeschaut wird, erkannt, behandelt, gelöst. Dann ist Schluss damit.

Beim Erkennen helfen

Erkennen, was da abgeht: das braucht Informationen. Einen Blick von außen, den du dir auch selbst geben kannst – aber eben nicht unbedingt, wenn du mittendrin steckst, in deiner Heißwasserwanne liegst und zitterst. Es braucht jemand anderen, der da für dich blickt. In meinem Fall Freund*innen; dazu später noch was; und vor allem endlich auch mal A. Die von meinem Verhalten Betroffene. Irgendwann schrieb sie mir: Joey, du tust dies und tust das, kommst mir hinterher, verfolgst, lässt mich nicht in Ruhe, ich will das nicht, Stopp!

Und ich dachte: endlich mal! Denn das war ihre Verantwortung, und wirklich wichtiger Tipp, für Poly-Leben und überhaupt: Sag „Nein“, wenn du etwas nicht willst. Sag bitte nicht „Ja“ und dann „Nein“ und dann „Ja“ und dann „Nein“ oder gar nichts und wirf deinem Gegenüber auch noch vor, dass es dann nicht weiß, was du willst, kreierst Schuld, kippst ab, dass du nicht klar kommunizieren kannst. Tu das nicht; das beendet die Situation nicht, die du nicht willst. Sag „Nein“. Sag’s, wie’s ist für dich. Klipp und klar. Dein Gegenüber weiß nicht, was du denkst. Wirklich nicht. Auch wenn es für dich offensichtlich ist, was da abgeht, was du selbst denkst, was du empfindest, du denkst, dass dein Gegenüber doch schnallen sollte, wissen sollte, was ein bestimmtes Verhalten für Auswirkungen hat usw. – aber für dein Gegenüber ist es eben nicht klar. (Es sei denn, es ist ein Arschloch, und macht das mit Absicht. Oder getriggert, traumatisiert und kann gar nicht anders. Aber selbst dann, und so war’s bei mir: ich wusste, dass da was schief lief, ich spürte es ja – und ich wusste es doch nicht; nicht genau, was. Was da schieflief für A. Ich brauchte A, als Gegenüber, den Blick von außen halt, Info eben. Ich selbst konnte nur rätseln, spekulieren (was ich auch zur Genüge tat), aber eben nicht korrekt, und nicht klipp und klar. Dazu brauchte ich den Blick von außen, ein Statement der Person, die es betraf. „So ist das für mich, ich will das/ will das nicht; ich sag’s dir hiermit. Stopp.“ Und dann konnte ich sagen: „Oh. Ja. Hast recht.“

Hilfe. Und Schuld. Oder Verantwortung eher.

Hol dir Hilfe, wenn’s sein muss. Ich holte mir Hilfe; A auch. Sie eine Anwältin, mit der sie mir drohte, Polizei auch. Das kam für mich gefühlt aus dem Nichts, gleichzeitig hatte ich mich gefragt, wann sie denn endlich mal auf den Tisch haut. Kundtut, was sie will, was nicht, genauer gesagt. Halb-halb eben. Jedenfalls schrieb sie, als Antwort auf eine Mail, in der ich (mal wieder) gesagt hatte: Lass reden, verdammt, ich hab zu unserer Dynamik auch was zu sagen. Antwort: Anwältin, Polizei. Spinnt die?, dachte ich (neben: huch, ich hab gestalkt, und: oha, so fühlst du dich). Spinnt die jetzt? Polizei? Ein erster Schritt aus der Schuld rauszukommen.

Schuld. Auch wichtig: Du bist nicht schuld am Nicht-Können deines Gegenübers. Das mit der Verantwortung, anders formuliert: Wer nicht sagen kann, was sie*er (nicht) mag: selber „Schuld“/ Verantwortung, wenn sie*er nicht kriegt, was sie*er (nicht) mag. Und Grenzen setzen können, auch unter Extremsituationen. Das wiederum konnte ich ebenso wenig wie A. Ich saß oft da und dachte: Ich muss A mal sagen, wie krass ich sie finde, ihr Heiß-Kalt. Ihr Schweigen, ihre Beschuldigung, dass ich da was nicht weiß, das sie mir ja aber auch nicht sagt, all das. Diese Dynamik überhaupt. Aber ich schaffte immer nur recht verworren zu schreiben, indirekt zu sagen, was ich da wollte, dass ich da mega getriggert war; maximal noch schaffte ich ein Lass-reden, Lass-treffen, das klären. Weiter kam ich nicht, denn immer dann tauchte A ab. Brach den Kontakt ab, wortlos, einfach so. Keine Ahnung, was bei ihr los war/ ist, aber das ist ihr Muster, was sich da wunderbar in meins verhakte. Oh Hilfe!

Die richtige Hilfe, Trios & LUSTiger Meta-Talk

Die Hilfe, die ich mir holte, war zwiespältig passend. Freund*innen, die monogam lebten: oh je, die schoben erst mal alles auf polygam sein. „Sag ich doch, Joey, dieses Poly-Zeugs immer, das funktioniert eben nicht!“ Poly, weil neben A gab es noch B, A’s Partnerin. Ein Trio also, ich und A/B. (Zu Trio auch noch was, weiter unter. Wie damit umgehen, die Besonderheiten, hier ein Aspekt, da einer, wieder in Buffet-Form.)

Wie sehr „meine“ zwei, A und B, Partner*innen waren, was das bedeutete für mich, wie offen sie waren überhaupt für eine Ergänzung, oder für Einzels neben ihren Duo, oder vermischt, gemischt, zu dritt, all das … man ahnt es: Das sagten sie nicht. Entzogen sich. Auch B; irgendwie konnten weder A noch B über sich reden, über unsere (Nicht-)Verbindnung, über Bedürfnisse, etc. Schlimm! Und gleich noch was Gelerntes: Meta-Talk! So wichtig, so geil, und ich vermute, dass A und B (und auch ich) und überhaupt so einige Menschen denken (dachte), dass Meta-Talk der Sexyness abträglich ist; es ein Geheimnis braucht, um diese schwer in Worte zu fassende Lust und Faszination zwischen Menschen aufrecht zu halten. Bloß nicht drüber reden, vielleicht organisatorisch, oder einfach so mal, darüber reden, was wie wann wo für wen und überhaupt, mal kurz aussteigen aus der Lust, um abzuklären, was da so läuft, ist, sein könnte und kann – eben Meta-Talk betreiben … bloß nicht! Wieso denn aber nicht? Für mich zerstört das die Lust nicht; im Gegenteil. Dann darf sie wachsen, gesichert im kurzen Check-In mit dem Gegenüber: Was machen wir hier eigentlich? Sind wir auf demselben Dampfer? Ja? Okay, dann weiter! Hand zurück in meine Möse; ficken, okay?

Und noch ein Tipp gleich: Äpfel, Birnen. Und Freund*innen.

A ist nicht B. Und A plus B ist aber zwei, und wenn du in ein Trio reingehst, bzw. ein Duo zum Trio machst … Oh je. Zwei Leute als Gegenüber, wenn du allein: ist auch zwei gegen eins, wenn’s mal knallt. Und mit A über B reden, oder mit B über A bringt wenig. Denn A ist nicht B. Denn auch das passierte: Ich versuchte, mit B zu klären, was da zwischen A und mir abging – und das ging einfach nicht. Und das wiederum erweitert: Einige Freund*innen sagten mir schon recht deutlich, ey Joey, schnallst du nicht, dass A in Ruhe gelassen werden will? – Nee, schnallte ich nicht, denn gleichfalls sagten diese Freund*innen auch: „Also, ich kenne A ja gar nicht (bzw. nicht gut), also weiß ich das nicht sicher. Es könnte ja sein, dass usw. Aber ich vermute eher so.“ Vermuten. Eben. Genau. Es musste von A kommen, diese Information, was A denn wollte. Nicht von B, nicht von C, D, E, F.

Und da war er dann schließlich doch, mein Meta-Talk. Diese Mail von A mit „Lass mich in Ruhe, verdammt!“ Ich applaudierte A innerlich auch ordentlich, dass sie es endlich mal geschafft hatte zu reden, zu sagen, was sie wollte, was nicht. Trotz Polizei, Anwältin, all das in der Mail: war ich auch dankbar, auf eine Art. Denn vorher hing ich fest, im ewigen Vermuten, im ewigen Infos-bekommen-versuchen, im „Stalking“ eben. Und im Trauma; auch das verblüfft mich im Nachhinein: wie sehr mir nicht klar war, dass ich da äußerst traumatisiert durchs Leben lief, auch wenn es null zu übersehen war. Und das, äußerst wichtig, find ich: Wenn du so was siehst, bei Freund*innen: bleib dran. Sag es ihnen*ihr. Öffne Augen, wenn die Person es selbst nicht vermag. Bleib dran.

… und dranbleiben. Suchen.

Und du selbst auch: bleib dran! Auch wenn es schmerzhaft ist, dir ’ne Gasrechnung von 300 € für heimische Heißwasserbäder beschert – bleib dran! Was ist da los, verdammt? Schau hin, lies dich schlau, lies solche Artikel hier. In denen ganz selbstverständlich geredet wird über schlimme Sachen, die Leute machen. Stalking eben, in meinem Fall. Oder „Ghosting“, „Gaslighting“, irgendwas mit Macht-Mißbrauch … Sachen, die ich über A sagen könnte. Oder eben nicht sagen, nicht anklagen, nicht derart mit Begriffen um sich hauen, denn dahinter steckt was anderes. Erlernte Hilflosigkeit zum Beispiel, noch ein Begriff, der mir neu war und wiederum wunderbar beschreibt, was da abging bei mir. (Bei A bestimmt auch, nur anders.)

Und such dir Leute im Leben, die dich so mögen, wie du nun mal bist. Hartnäckig, dranbleibend. Alles wissen wollend, viel Kontakt brauchend. Solche Leute gibt’s – und das auch noch eine Lektion: Bloß weil du so aufgewachsen bist oder sonstwie eine Erfahrung gemacht hast, wie schlimm Liebe ist, wie grausam, unerfüllt, schlecht … so verdienst du es nicht. Du verdienst es anders. Besser. Passender. That’s all. Ganz simpel: Es passt mit dieser Person einfach nicht, und lass dir nicht einreden von einer Person, die du triggerst, oder die dich triggert, dass da irgendwas falsch ist an dir. Trenne. Du bist nicht schlimm, auch wenn du schlimme Sachen machst. Trenn das: Sag „Ja“, gib zu: „Doch, das hab ich gemacht“ – dann such: Wieso? Was steckt dahinter? Erforsche, geh in die Tiefe. Bleib dran. Suche. Du findest.

Austausch. Seele. Entkernen. Und Wanne noch mal.

Und red’s dir von der Seele. Rede, rede, teile. Lass andere teilhaben, frag: „Hey, hier ist was, was ich nicht kapiere, was sagst du dazu?“ Red’s dir von der Seele – und mach aber kein Drama draus. Huch, ja, du hast gestalkt, dies und das und jenes noch – so what? So war’s, und so ist es nicht mehr. Auch wenn du wohl doch Tendenzen dazu hast, das nun mal gelernt hast, aufs beste, gründlichste, wie ich 10 Jahre lang mein „Stalking“. Aber: Man kann auch umlernen. Umleiten, genauer gesagt: Diese „Fähigkeiten“ anders lenken. Das Gute in ihnen finden, nützliches. Das bloßlegen, entkernen, und dann nutzen, für dich. Für dein Leben. So, wie’s dir passt.

Du brauchst viel Liebe? Poly-Liebe! Viele Menschen! Du brauchst Vergewisserung, dass dein Gegenüber noch lebt, ab und zu mal? Such dir ein Gegenüber, bei dem’s dir nicht peinlich ist zu sagen: „Eh, lebste noch? Bist du noch da?“ Wenn du Meta-Talk brauchst bei Freund*innen, Partner*innen, überhaupt im Leben: Such dir Meta-Talk-Menschen. (Ein ganzes Dorf gleich am besten.) Und lass die links liegen, die dich wegschmeißen, sobald du mal reden willst. Lass sie liegen, auch wenn dein Herz, deine Möse, ach überhaupt du sie vermeintlich so sehr willst.

Menschen, die dich triggern, brauchst du im Endeffekt dafür: dass sie dich triggern, dir erkennen helfen, was da im Kern so in dir steckt. (Begriff „Arschengel“ – googele den mal.) Für heiße Lust dagegen, für wohltuende Liebe etc.: Such dir jemanden, die*der dir LustLiebe verursacht. Mit der_dem du zusammen zum Ficken und Kuscheln in die Badewanne steigst – und nicht alleine, um dich von einem Treffen mit ihr*ihm zu erholen.

Loslassen

„Du musst loslassen!“ Das sagten mir alle immer wieder. Aber keine*r sagte, wie das denn geht. Und gerade denke ich (vielleicht denk ich morgen anders): Ich mag aber nicht loslassen, ich bin ein Festhalter, ein Klammerer – also such ich mir was zum Klammern. Aber dann doch lieber etwas, das gut für mich ist, wo ich nicht verbannt werde aus Leben, Räumen etc., wenn ich dann klammere, dranbleibe. Sondern Kanäle, Orte, Menschen, Projekte, wo Klammern geil ist. Orga-Sachen, dranbleiben. An anderen Menschen, privat, die’s ebenso intensiv mögen wie ich, wo aber die Art der Intensität stimmt. Klammern umgelenkt: Beine um den Hals schlingen beim Vögeln. (Yeah!) Oder beruflich: Klammern auf Coaching-Ebene, als Trainer*in. Ich bleib nun mal dran, unerbittlich – und das ist geil für Menschen, die genau das brauchen: Jemanden, die*der sie dauerhaft in den Arsch tritt, sie mitnimmt, unterstützt, damit sie selbst eben auch dranbleiben.

Und „loslassen“ an sich: Was genau bedeutet denn dieses ominöse „loslassen“? Definier mal! Und: Willst du das? Auch wenn dir Alle sagen: „So muss es sein“ – sagst du: „Nö, für mich aber nicht“? Was sagt dein Trotz? Wenn du trotzig bist, so wie ich, nicht aufgibst, nie: Such dir etwas, evtl. etwas anderes als du jetzt hast, etwas Passenderes, falls du gerade fehl-klammerst, wo du genau das tun kannst, was du eben tun willst. Klammern. Nicht loslassen, in meinem Fall, sondern bleiben, bleiben, bleiben.

Und Sicherheit. Und die Klischees!

Was darf man als Poly-Mensch, was nicht? Frei sein, frei lassen – so soll es sein. Wenn du nun aber Sicherheit brauchst? Die ganze Poly-Welt dir wiederum sagt: „Das darfst du nicht brauchen, Polys lassen einander frei?“ Das tun sie ja auch, idealerweise. Und gleichfalls: Sicherheit brauchen manche trotzdem. Ich zum Beispiel. Nur: Wie definiert sich „Sicherheit“ wiederum? Durch Erfahrung, für mich. Wenn ich Person Z drei Mal angerufen habe mit „Eh, doofe Frage, ich weiß: Aber lebst du noch, im Sinne von bist du noch da für mich?“, und Person Z sagt drei Mal freundlich-galant: „Doch, doch, keine Sorge!“, dann hab ich da Sicherheit durch Erfahrung.

Aber dazu muss ich erst mal wissen, was ich denn will. Was ich brauche. Bei A zum Beispiel meldete ich mich oft undefiniert. Hing da einfach so rum, gewissermaßen. Wollte was – wusste aber nicht was. Irgendwas eben. Sicherheit, weiß ich heute. Etwas ganz Simples, was A mir vielleicht sogar hätte geben können, ein kurzes: „Das nervt, dass du fragst, hab besseres zu tun, aber ja: Ich leb noch.“ (Das eher A’s Tonfall & Art.) Oder vielleicht hätte A auch gesagt: „Nee, ich bin nicht da für dich. Ich mag das nicht.“ Das wäre auch okay gewesen; Klarheit eben. Ein Nein ist ebenso geil wie ein Ja, denn dann weiß ich Bescheid. Kann mich anders ausrichten. Woanders suchen gehen, was ich eben so suche im Leben. Statt festzuhängen an jemanden, die*der sich nicht artikuliert. So einfach ist das.

So einfach!

Sagt sich im Nachhinein: So einfach ist das. So einfach wär das gewesen. So hätte es sein können. Ich bin immer noch traurig, verletzt, ungläubig, entsetzt, mitgenommen darüber, wie das so abging zwischen A (und B, ihrer Partnerin) und mir. Was noch immer Stand der Dinge ist, fast ein ganzes Jahr später nach A’s „Lass mich in Ruhe“-Mail: Noch immer steht diese Ansage im Raum, Anwältin, Polizei, auch wenn ich mich (dennoch! Trotz Drohung) meldete, vermeldete: „Das nimmt mich mit, nimm’s zurück. Sollen wir mal reden? Netter umgehen miteinander?“ Noch immer. Tja. Wenn wir uns über den Weg laufen, A und ich, grüßt A alle links und rechts von mir, einen halben Meter von mir entfernt, mich aber nicht. Kein Blick für mich, ich existiere nicht. Das nervt, das triggert, ist schlimm, ist traurig, ist … Ist was?

Ich hab die Wahl. Du. Wie definierst du? Wie siehst du die Welt? Diese Welt? Wie tief gehst du rein in ein mögliches Drama? Wie entknüpfst du, alte Emotionen, alte Situationen von Hier & Jetzt? Und wie reagierst du auf Sachen, die dir nicht gut tun? Grenzen setzen. A vor den Bug fahren, mich doch noch mal melden, sagen: „Hey, so nicht! Du verbietest mir deinen Raum, und kommst dann in meinen? Auf diese Art? Nee. So nicht.“ Das schreiben, trotz Anwältin als Drohung im Hintergrund. Das Maul aufmachen und dich zeigen. Grenzen setzen, sagen: So gerne, so nicht. Und dann wieder gehen. Weiter im Text, im Leben. Dahin gehen, wo ich (du) gesehen werde, willkommen bist.

Essenz und Wahl und Punkte und Schmerz

Und noch mal, weil’s wichtig ich, denk ich jedenfalls, die Essenz, diese Erlaubnis, dieses Vermögen: Kannst du das? Dahin gehen, wo du willkommen bist? Oder hast du gelernt: Es muss weh tun? Liebe ist ewige Suche ist Sehnsucht ist Schmerz? Das ist an sich nicht schlimm, denn auch da eine Buffet-Option: „Yeah!“ Leb ihn doch aus, deinen Schmerz, Liebesschmerz yeah; auf körperlicher Ebene zum Beispiel – ich empfehle bisschen hauen beim ficken. Geil! Und Sehnsucht als Erlerntes, oder ewiges suchen, nie finden, nie ankommen? Na, dann such doch weiter! Dazu ist Poly schließlich auch da und bestens geeignet: Eben mehrere haben können, dürfen; sich mit Leuten umgeben, die dieses Konzept verstehen. Bei der einen sein und Sehnsucht nach einer zweiten, dritten haben, nach Gruppensex vielleicht (phantasier das mal laut raus aus deinem Mund – macht Spaß!) Mehrere wollen, viele wollen, vieles wollen.

Und wenn du die Schnauze voll hast vom Suchen: Dann such dir als nächstes doch was, wo du doch ankommst. Du darfst Erlerntes auch ablegen. Du sammelst keine Punkte dafür, extra-verkorkst zu sein. Wobei die Linie dünn ist, schon klar: Manche Sachen sind fett, Erfahrungen grausam. Trotzdem: Du darfst auch anders sein, gesünder. Du hast die Wahl. Immer. Erst mal Wanne, dann summen, dann Wand, dann singen. Dann Wahl! Langsam, aber sicher; vertrau mir. Es kommt! Deine Wahl.

Geschichten erzählen. Bla-bla.

Eine Sache, die mich auch lange bei der Stange gehalten hat, in dieser Dynamik, meinem Trauma: diese Idee von ergründen müssen. Noch mal fühlen müssen. Tiefer schauen, noch tiefer. Dranbleiben. Ich meine ein anderes Dranbleiben jetzt: das Dranbleiben an Schmerz, an Trauma, an alten Verletzungen, Missbrauch, Erfahrungen, Miesem etc. als Selbstbild, als Eigendefinition. Ein Festhalten wiederum: an einem Bild von dir, an einer Erfahrung, dass du eben nicht anders kannst. Dass du eben so bist. Weil damals mein Vater usw… ja, stimmt: Deswegen kann ich super gut stalken. Vollkommen korrekt – und jetzt könnt ich weiter so leben, immer wieder das rauskramen als Begründung (du deins): meine (deine) Kindheit. Deswegen kannst du (ich) nicht, sind wir dies oder das oder jenes und unfähig und überhaupt alles schlimm.

Oder, andere Option: „Bullshit!“ Fragen: Welche Geschichten erzähl ich mir denn hier? Dass ich nie wieder jemanden vertrauen kann, mich auf jemanden verlassen, weil anno dazumal usw.? Das macht ganz schön abhängig von so ’ner alten Version von sich, von etwas Geschehenem, von einem Bild eben, einem Selbstbild. Und Psycholog*innen bestätigen das ja auch allzu gern: Genau, es ist voll schwer zu vertrauen für dich, weil dies und das und jenes blabla.

Vertrauen ist eine Entscheidung

Vertrauen ist eine Entscheidung. Ganz einfach. Nutz es nicht als Ausrede á la „Ich kann niemanden vertrauen, lieben etc., nie glücklich sein, weil damals blabla.“ Erkenn dein Blabla. In welche Geschichten fällst du immer wieder rein? In welche Stimmungen? Fall mal bewusst rein, schau’s dir an, fühl – und dann entscheide: Soll das so weitergehen in deinem Leben, dieses Gefühl bestehen? Dich definieren? Und dann fühl ins Gegenteil rein: jemanden doch vertrauen, wohl fühlen mit ihr*ihm statt zu leiden, lieben, dich öffnen… Wie fühlt sich das an? Besser, leichter? Dann da lang!
Das ist der Wegweiser: Da lang geht’s raus aus dem Schmerz! Nicht dahin gucken, wo du nicht mehr hinwillst. Sondern dahin, wo du doch hinwillst. Und sei ehrlich: Magst du den Schmerz? So bleiben? Weiter so machen? Gut, dann bleib eben. Leide noch ein bisschen, noch eine Runde. Noch zwei, drei, ewig (Hauen beim Ficken?) Entscheid dich dafür. Deine Wahl. So wie Vertrauen eine Entscheidung ist: leiden auch.

Üben. Und Körper.

Übung ist das alles auch, schon klar. Aber so viel nun auch nicht, und fang einfach klein an: Was tut dir gut? Irgendwas im Leben wirst du ja wohl haben! Und wenn’s nur erst mal ’ne heiße Wanne ist; es ist ein Start. Und dann von da aus weiter: Sauna vielleicht? Dann geh mal in eine! Gibt auch welche mit ausschließlich Frauen drin! Und wo diese Frauen dann …. hui, Sex haben vielleicht? Leiblichen Lüsten frönen? Körperlich sind?

Überhaupt Körperlichkeit: immer wieder dahin zurück. Was mag dein Körper? Welche Art von Berührung? Und von wem kriegst du die? Und ja: Du wirst eventuell – ganz gewiss sogar, wenn ich von mir ausgehe – anfangen zu weinen wie verrückt, wenn du endlich so angefasst wird, dass es dir gut tut. Wenn du das kriegst, was du willst, wirklich brauchst. Auch emotional angefasst, nicht nur körperlich.

Und heulen. Und unterscheiden.

Ich hab tierisch angefangen zu heulen bei Z, mit der ich gerade viel lebe und liebe, als ich ihr das erste Mal schrieb: „Eh, will mal was besprechen“, und Z antwortete einfach: „Ja, klar. Wann?“ Ich heulte los. Ich fasste es nicht – ich war doch gewohnt, regelrecht trainiert, ignoriert zu werden mit solchen Wünschen, aktiv blockiert, regelrecht rausgeschmissen aus Leben. Gnadenlos. Z dagegen: gnadenlos das Gegenteil. Ich wusste gar nicht, was damit tun. Ich heulte einfach nur los: Da schmeißt mich jemand nicht raus, weil ich reden will? Unglaublich! Ignoriert mich nicht? Ich krieg, was ich will? Ich weinte richtig doll. Vor Erleichterung, und vor Kontrast: So war’s bisher – und so ist es jetzt. Und das, denke ich, wird dir auch passieren, wenn du endlich (gnadenlos) das machst, was dir (wirklich) wichtig ist im Leben, dir gut tut. All die Male, als du was ähnliches gemacht hast, das dir aber nicht gut tat – das kommt dann noch mal hoch, wie im Abschied, zeigt sich im Total-Kontrast. Damals – heute. „Damals!“, wird dein Hirn schreien. „Vorsicht! Das ist Verarsche! Glaub nicht dem Guten, das jetzt passiert! Das hält nicht, hau ab! Verteidigung, tot stellen, Starre, Panik, siehst du: diese Reaktion kennst du schon!“

Dazwischen unterscheiden. Alt-Reaktion, Neu-Reaktion. Beides noch eine Weile lang gleichzeitig fahren. Dein Hirn als Autobahn: tief eingegrabene Spuren, und du versucht jetzt, ’nen anderen Weg zu legen. Zack, zurück auf die Autobahn. – Nee, will ich nicht; ich will neuen Weg! Hin und her, eine Weile. Neues, Altes. Nervenbahnen neu legen. (Googele mal Neuroplastizität. Dein Hirn kann das. Und wie!) Anstrengend, aber möglich. Zittern und heulen und „Echt jetzt?“ und lieber nicht vertrauen wollen, nicht glauben, dass jetzt was anderes passiert. Also gleich noch mal. Dranbleiben, wiederholen! Noch mal neu wagen, erneut neue Bahnen legen. Ja, du riskierst, und genau das ist es: trotzdem! „Trotzdem“ sagen – und machen. Egal, dass. Egal, dass früher. Weil: Jetzt! Jetzt, hier, jetzt.

Die Musik noch mal. Dauerschleife, nur anders.

So jetzt, Geburtstag. Meiner. Musik in Dauerschleife. Noch immer dasselbe Lied, langsam ist der Akku alle. Durchgeschrieben, diesen Text hier. Zehn andere Versionen zuvor, guck ich die überhaupt noch mal an? Sortieren auf dem Papier, was da so war in meinem Leben. Zwei Jahre lang, bisschen mehr vielleicht. Trauma. Hochkommen. „Stalking“ – die Übersetzung eines Kindheitsüberlebensmechanismus. Ging damals nicht anders, und … guck ich noch mal? Such ich, ob ich was vergessen habe? Nö, glaub nicht. Wird schon alles hier drin stehen, was gerade wichtig ist. Und wenn nicht, wenn was fehlt: tja, dann fehlt da halt was. Buffet, Ausschnitt, Aspekte.

Und ah, dieses Wort: fehlen. Etwas fehlt, etwas ist ein Fehler. Fehler machen. Fehlerhaft sein. Was ist denn ein Fehler? Da fehlt was, genau – aber auch da: Wer bestimmt, was ein Fehler ist? Du! Und dann wieder die Wahl: Ist das ein Fehler – oder irgendwie doch geil? Was ist der Kontext? Jemanden kontaktieren, die*der nicht kontaktiert werden will, immer wieder: doof. Schlimm. Nicht gut. Aber jemanden kontaktieren, die*der das geil findet, so dermaßen massiv angegraben zu werden, gewollt, gegriffen: Super! Also sortier: Was ist was? Wo passt was hin? Zu wem?

Grande Finale: Fehler noch immer. Mist. Und Gold!

Und steh zu deinen „Fehlern“, würd ich mal sagen, so als Schlusswort. Schau sie dir an, aber möglichst wenig dramatisch. Lass all das „Oh, das ist so schlimm!“ einfach mal weg. Sag stattdessen: Aha!? (Oder: „Huch, ich hab gestalkt!?“:) Und ja: Es ist okay, so etwas doch eher Schlimmes, was du anderen – in deren Erfahrung, aus deren Sicht – angetan hast, einfach locker zu sehen. Es nützt dir nichts, da wiederum drinzubleiben, in einem „Oh Göttin, oh Hilfe, was hab ich nur getan?“ Das. Das hast du getan. Was auch immer dein „Fehler“ war, was du so „Schlimmes“ gemacht hast, machst im Leben. Definier das mal selbst. Was ist ein Fehler, was ist schlimm? Ist es schlimm? Dadurch nimmst du es zu dir zurück, hast wieder Macht. Macht statt Ohnmacht. Ja, du bist so, warst so – na und? Was zählt ist jetzt. Was bist du jetzt? Was machst du jetzt? Was machst du aus/ mit deinen Fehlern? Wie nutzt du sie? Nutzt du sie um? Sind es wirklich Fehler? Für wen?

Fragen über Fragen. Wenige Antworten. Eigentlich gar keine für dich, denn die Antworten für dich weißt nur du. Aber Fragen eben! Fragen sind gut. Und Optionen haben. Und Wissen. Wissen, dass auch andere mal Scheiße bauen. Varianten. Perspektiven. Als eine Freund*in überrascht ausrief: „Wie oft hast du A angerufen? 4-5 Mal insgesamt? Und das macht sie so fertig, dass sie zur Polizei geht? Hah! Meine Ex hat mich 40 Mal angerufen – in einer einzigen Nacht!“ – so was zu hören: Das relativiert. Eröffnet neue Welten, andere Sichtweisen. Perspektiven eben; ver-rückt. Rückt anders. Bewegt.

Ach, das noch mal: Gemeinschaft, poly

Lass dich nicht allein mit dir. Das vielleicht auch noch. Du allein kommst da nicht raus. Denn du kennst nur deine Welt. Deine Variante. Deine Wahrheit. Und wenn die verkorkst ist, angeknackst, oder du gerade so arg getriggert, dass du in Wannen kollabierst – dann braucht es Stabilität von außen. Hilfe. Freund*innen (die am besten auch poly sind, damit du nicht erst massiv Poly-Aufklärung betreiben musst, bevor du zum eigentlichen Thema kommst). Viele Freund*innen; viele Perspektiven. Und Profis, die auch. Betreuung. Am besten solche, die den Blick dahin richten, wo du hinwillst, statt wo du herkommst. Weg mit dem Leid, echt mal! (Leiden nur noch mit deine Clit so reiben lassen, dass du – oh, das Leid! – ewig lang kurz vorm Kommen bist. Oh ja, oh nein, oh, bisschen höher, mehr links, oh verdammt, schneller, ich leide, oh Hilfe, verdammt! – So ein Leid nur noch, okay?)

Und so was teilen. Das Clit-nicht-schnell-genug-reiben-Leid genauso wie das Leid von dem, was du erlebt hast, gemacht hast. Geschichten teilen, hören, wie auch andere Mist bauen und damit umgehen. Was es aus Mist vielleicht zu lernen gibt. Überhaupt zu wissen, dass Mist existiert: Super! Mehr davon! Fehler, Versagen: Her damit! Ah, wir sind so herrlich unperfekt, bauen Mist, teilen Mist. Misten aus. Ausmisten kann frau nur, was frau so sieht an Mist. Raus damit! Nicht verstecken, den Mist, sondern zeigen. Ist bestimmt irgendwie doch Gold. Ganz sicher sogar. (Aber lass Leute in Ruhe, die deinen Mist als Mist empfinden, nicht als Gold. Okay?) Frag das am besten mal ab, klär das: Magst du das so? Meinen „Mist“? Ist der Gold für dich? Soll ich, oder soll ich nicht? – Meta-Talk: s-e-x-y! Überhaupt reden beim Sex, über Sex, über Beziehungen, Verbindungen, Liebe, Lust: geil! Oh bitte: Reib meine Clit (bisschen schneller, bitte. Und ein bisschen mehr links!) und erzähl mir, wie du nicht von mir lassen wirst. Wie du mich verfolgen wirst, bedrängen, beengen, nicht locker lassen, bis … bis ich komme, vielleicht? Yeah! Yeah, yeah, yeah, yeah!

Und: Don’t look back.

Und, ehrlich: Ich bin immer noch verletzt. Dauertrigger gedrückt: Da sind welche, A und B, die eben sind, da sind – und mich ausschließen. Komplett. Wir arbeiten im selben Feld, A und B, und ich: Lust, Sexualität. Unsere Kreise kreuzen sich – oder eher: eben nicht. Ich hab ja Kontaktverbot, darf nicht kommen zu A’s und B’s Events, in ihre Räume. Ausschluss von einem Teil der eh schon kleinen sexpositiven Poly-Lesben-Community. Dauertrigger. Ich lese Posts von A und B, das passiert unfreiwillig, auf Social Media, von Freund*innen weitergeleitet, Posts von „Huhu, wir laden alle alle alle ein, kommt vorbei!“, und mein Hirn schreibt dazu: Alle – außer ich. Außer Joey. Weil ich: Anwältin, Polizei.

Da – und unerreichbar. Trigger hoch drei. Immer wieder, unverhofft. Ich kann mich immer noch nicht schützen dagegen, davor. Vor diesem Unverhofften. Ich hab mein Herz geöffnet, mich, ganz weit. Bei A, bei B. Bei beiden. Doppelt Herz auf, Möse auch, alles auf einmal, was selten passiert bei mir – und dieses Mal doch. Auch unverhofft, so was plant frau doch nicht, das mit dem Herz, sich öffnen. Ich hab das dadurch gelernt: mein Herz öffnen. Und noch nicht gelernt, es auch wieder zu schließen. Ich weiß nicht, ob das überhaupt geht. Ob ich das will. Zurück in „zu“, niemanden ranlassen an mich.
Dass ich so auf die Schnauze flog damit, dass sich mit meinem Herz auch gleich mal komplett alle Traumen öffneten, die ich so hatte: auch das ungeplant. Wieder zu machen? Dicht? Nö, das will ich nicht. Ich bin trotzig. Und: Don’t look back! Schau nicht zurück, wie schlimm was war, das verstärkt nur die Autobahnen, die du ja neu schreiben willst. Don’t look back. Schwierig, wenn man sich arrangieren muss mit Menschen, die triggern. Die aufrecht erhalten, was fertig macht, so tendenziell. Tja. Don’t look back. Schau nicht zurück; schau nicht hin. Ignorier, was dir nicht gut tut. Schau weg. Schau dahin, wo es doch gut tut.

Und doch! Genau: Herz öffnen und …

Und doch! Ein Plädoyer noch: für ein „und doch“. Und doch! Trotzdem! Weiter Herz öffnen. Woanders hin, wo es willkommen ist. Trotz Risiko, trotz der Erfahrung: das letzte Mal, dass ich das tat, passierte was echt echt Schlimmes. Trotzdem. Dranbleiben eben. Stur. Weitermachen (und: Don’t look back). Neues Mantra, neues Lied in Dauerschleife. Don’t look back. Sonst, wie jetzt, wo ich zurückschaue, um das hier zu schreiben, droht weinen, Schmerz, Erinnerung, droht Ungläubigkeit: so? Echt jetzt? So endet Herz öffnen? Das ist wirklich passiert? So gehen Menschen mit mir um? Ich mit ihnen? Don’t look back.

Unschuldig sein. Erwarten, dass dir Gutes widerfährt. Einfach das. Und ablehnen eben: das, was nicht deins ist. All diese Zuschreibungen von A zum Beispiel, um das noch mal zu nehmen. Projektionen, vorweggenommene Befürchtungen. Dass ich verfolge, dranbleibe, nicht in Ruhe lasse, Grenzen überschreite – all das: Das passierte dann auch. Beidseits. Meine Ängste wurden ja auch wahr. Weil ich dahin schaute, wie gebannt, in Schock, in Starre, in Panik: auf den Schock, die Starre, die Panik.

… Ängste ablehnen

Ablehnen können – eigene Ängste, fremde Ängste. Auch das ein Aspekt des Ganzen: all dieses „Joey stalkt“ von A mit so einer Sicherheit angenommen und vorgebracht, dass ich nicht umhin konnte, das zu bejahen. „Ja, hast recht: Ich bin (bestimmt, ich weiß es eben noch nicht) ganz schlimm.“ Statt zurückzuweisen, wie es jetzt Z tut (sag ich doch: Z als Absolut-Kontrast:-), wenn ich zum Beispiel sage: „Also, hey, sag mal, Z, du willst mich verlassen?“ – dann sagt Z: „Häh? Spinnst du?“, und ich dann: „Ey, ja. Eigentlich schon. Ich hab nur gedacht, weil dies und weil das“, und dann grinse ich schon, weil ich eben spinne und Z mich doch nicht urplötzlich, über Nacht, rausschmeißen will, schon geschmissen hat, wie ich es befürchtete, weil Angst.

„I don’t accept your problem“, hab ich letztens spontan gesagt, als mich jemand fragte, was ich so mache im Leben. Es ging ums Berufliche, um meine Trainings, Workshops, Einzels, gilt aber auch privat. „Ich akzeptiere dein Problem nicht.“ Deine Angst. Deine Furcht. Sie ist nicht valide, nicht hier und jetzt; ich lehn sie ab. Ich akzeptier einfach nicht, dass XY so fürchterlich sein soll. Nö. Nee. Nie. Stur; da bin ich stur. I don’t accept your problem. Sonst wächst es, ich unterstütz es und sowieso: es ist deins, nimm’s zurück; ich steh dafür nicht (mehr) zur Verfügung. Ich wähle neu.

Warnzeichen

A und B. Im Duo, im Trio. Poly-Trio. Mit A und B zusammen ging es am besten, war’s leicht, lustig, schön. B glich aus, was A und ich allein nicht konnten. Und ich war abhängig von B, von diesem Ausgleich. Fehlte B, waren A und ich unfähig, überhaupt miteinander gegenseitig verstehend zu kommunizieren, zu sein. Mit A allein hakte es, immer wieder. Mit A hatte ich Verzögerung. Verzögerung ist ein Zeichen von Trauma, von Schock: verzögerte Reaktion eben. Und A schockierte mich, immer wieder; was da passierte; oft genug schockte ich auch mich selbst, an A, und ich sagte dann was zu A zu Thema XY – wenn Thema XY aber schon längst erledigt war. „Nervte“ auch dadurch, „blieb dran“ an ihr, an etwas, das schon längst Vergangenheit war.

Ich hab mir mal ’ne Liste gemacht, von Warnzeichen; Anzeichen, dass da was schiefläuft. So was steht da drauf: verzögerte Reaktion. Ewig langes Formulieren von Mails. Sich nicht trauen, die dann zu schicken. Sich überhaupt nicht trauen, was zu sagen. Verbergen wollen, den Mund nicht aufkriegen. Auch körperlich: stehen und baff sein. Nicht zu Wort kommen, gelassen werden, geblockt werden. Vorwürfe kriegen, weil man so ist, wie man ist. Nicht für sich einstehen können: großes, fettes Warnzeichen! Deine eigene Meinung zurücknehmen, sobald das kleinste bisschen Gegenwind kommt – auch da läuft was schief.

Listen und Puzzle-Parallelen im Poly-Dorf

So ’ne Liste ist nützlich. Nützlich, weil ein Puzzlestein im großen, fetten „Du“. „Ich“. So bin ich, so bist du. Das tut mir gut, das nicht. Was A tut gut, muss B nicht gut tun. Was Z wertschätzt, findet A abartig. All das. Und du: mittendrin. Im Poly-Dorf. Wo jede*r jede*n und überhaupt. So viele Optionen. Die alle jonglieren. Aspekte, Prozente. Was ist wahr, was ist Meinung, was ist Projektion, was Angst, was Befürchtung, was echt? Und was machst du damit? Ich? Jetzt, im Nachhinein, nach dem Aufrühren all dieser Aspekte – wobei das nur wenige sind, es noch viel mehr gäbe? Viel mehr zu sehen, zu beschreiben, zu teilen? Was teilt mensch mit wem? Auch so ’ne Poly-Frage. Was (wer) gehört wohin? Welche Person zu welcher, wo passt’s, wo nicht? Welche Emotion in welche Kindheit? Oder doch in eine Gegenwart? Gefühle: Welche gibt es überhaupt? Die kennenlernen. Dich kennenlernen, im Endeffekt. Darum geht’s. Dich kennen – und dann dieses ganze komplexe „Du“ wieder teilen: das hierhin, das dahin, wo passt was – und plötzlich nicht mehr?

Die einzige Konstante im Leben ist Veränderung – noch so ein Spruch, der hängt bei meiner Schwester im Bad, und hah, auch da Parallelen: als meine Schwester auszog bei meinem Vater, mich allein ließ mit ihm: Das war Panik pur. Allerdings Panik, die ich erst gute 30 Jahre später spürte. Bei A, als sie so „auszog“ aus Räumen, die A, B und ich zeitweise teilten. Panik pur, und ich kapierte es nicht, praktisch passierte doch nur, dass A sich zurückzog, wieso Panik, summen müssen und Wanne? Weil Parallele im Hirn. Selbe (oberflächlich betrachtet) Aktion, und diese Aktion zutiefst verknüpft mit Emotionen. Schon vorbelegt.

Und noch mal!

Das Mittel dagegen: im Hier und Jetzt agieren. Körperlichkeit. Realität abchecken. Nachfragen: Ist das wirklich so? Meine Angst begründet? Dir Leute suchen, die das zulassen. Sonst verstärkt sich das Trauma. Wenn: Dann erst mal sammeln, Wanne und so, weißt schon, dann weiter: neu agieren. Neue Parallelen pflanzen, vom Hier und Jetzt in die Zukunft, damit du in Zukunft Erfahrungen hast, auf die zu zurückblicken kannst, die dich bestärken.

Den Dschungel durchhauen, den deiner Erwartungen, Gedanken, Annahmen. Neue Breschen schlagen – und das geht nur mit handeln, mit tatsächlich tun. Alles darüber nachdenken, wie traumatisiert du bist, wie instabil, bedürftig, wie dies und wie das – all dieses denken legt keine neue Bahnen ins Hirn; im Gegenteil: Es verstärkt die alten. Also hör auf zu denken; mach was! Einfach so. Schreib neu, leg Bahnen. Deine; deine Geschichte. Die ab heute. Hier und Jetzt.

 

Links, auch zum Weiterlesen:

Wie ich neu geschrieben habe, liest du unter „Lebensentwurf“. Dass sich da auch ganz schnell mal was ändert, liest du da ebenfalls. Ich sag nur: Heiraten! Poly, frei sein, nicht nie niemals binden – und dann das. Oha!

In „Mein Lesbisches Auge 21“, Thema Herkunft, Heimat, Region, findet sich eine leicht gekürzte Erzählung von mir zu wie das so war: aufwachsen wie ich halt so aufwuchs, wie das prägt und was mensch daraus doch Tolles machen kann. Die ungekürzte Version davon ist online zu lesen auf meiner zweiten (dritten? Ach, ich hab so viele!:-) Webseite: „Die Welt, verbessert“.

Die Warnzeichen-Liste: hab ich bei „Crappy Childhood Fairy“ gefunden, soweit ich mich erinnere. Bisschen Ami, so typisch stets gut gelaunt, aber tja. Geht schon. Ist auszuhalten. Wie so vieles im Leben, weil das vielleicht als letzter schlauer Spruch, der mit dem Vertrauen noch mal, den mag ich: Vertrauen ist eine Entscheidung. Ist schon alles gut so, wie’s ist. Kannst du ruhig drauf vertrauen. Und: Mach’s nur so gut, wie du kannst; weil besser geht eh nicht.

Das Lied in Dauerschleife: „Pass This On“ von The Knife

Dieser Artikel hier erscheint in der 2022er-Ausgabe des Magazins DIE KRAKE – Künstliche Beziehungen für unnatürliche Frauen.

 

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